Messen 2021: Konzepte für alle Fälle

Messen in Zeiten der Corona-Krise
Das Coronavirus schwebt in diesem Jahr auch über der Pool- und Wellnessbranche. Foto: Messe Stuttgart/Adobe Stocks

Die Planungen der beiden wichtigsten deutschen Pool- und Wellness-Branchenmessen laufen auf Hochtouren: Vom 21. bis 24. September soll die im vorigen Jahr wegen der Corona-Krise verschobene „interbad“ in Stuttgart stattfinden, vier Wochen später die „aquanale 2021“ in Köln. Zum Stand der Vorbereitungen äußerten sich nun die Verantwortlichen beider Messen.

Dabei gehen sie davon aus, dass ihre Messen stattfinden werden. Beide richten ihre Planung jedoch darauf aus, dass die Pandemie im Herbst noch nicht besiegt ist. Mit entsprechnenden Konzepten wollen sie dafür sorgen, dass ihre Veranstaltungen dennoch über die Bühne gehen können.

Interview: Bettina Frias, Messedirektorin der „aquanale 2021“

Frau Frias, wie ist der aktuelle Anmeldestand und was ist derzeit in Vorbereitung?
Frias: Messeübergreifend verzeichnen wir in allen Segmenten zahlreiche Anmeldungen. Bei der FSB haben beispielsweise marktführende Unternehmen ihre Teilnahme bestätigt. Bei der „aquanale“ sind bereits alle Marktführer an Bord: Mit Fluidra, Riviera Pool, Speck Pumpen, Grando, Fluvo, Osf, Behncke, Dryden Aqua, Bünger & Frese, Rollo Solar, Compass Pools, Whirlcare, Niveko, BWT, Renolit und vielen weiteren nationalen und internationalen Unternehmen können wir eine ganz hervorragende „aquanale“ Ende Oktober ausrichten. Außerdem können wir auch einige Neuaussteller und „Wiederkehrer“ vorweisen, allen voran Villeroy & Boch, BAC Pool Systems, Nextpool und Leisure Pools. Darüber freuen wir uns sehr und das stärkt uns für die kommenden Monate. Unter den aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen, die uns ja alle in unseren Lebensbereichen ganz unterschiedlich verunsichern, ist das ein ganz hervorragender Zwischenstand.

Was ändert sich im Vergleich zu den Veranstaltungen in 2019?
Frias: Wir haben die klare räumliche und thematische Trennung der parallel laufenden internationalen Fachmessen konsequent weiterentwickelt. Die FSB belegt die Hallen 6, 9 und 10.1, sie sind durch einen einfachen Rundlauf miteinander verbunden. Dabei werden die einzelnen Themenbereiche neu gegliedert und verwandte Themen zusammengeführt. Parallel passen wir auch die Struktur der „aquanale“ an, die seit 2019 sowohl den privaten als auch den öffentlichen Schwimmbadbereich beinhaltet. Neu ist die Belegung der Hallen 7 und 8, die unmittelbar am Eingang Nord der Koelnmesse liegen und einen idealen Zugang bieten. So kann auch für die „aquanale“ eine optimale Besucherführung durch alle Themenbereiche rund um Schwimmbad, Sauna, Spa und Wellness realisiert werden.

Thema Corona-Krise: Wie sieht da die weitere Vorbereitung aus?
Frias: Wir sind sehr gut vorbereitet! Unser Konzept „#B-SAFE4business“ berücksichtigt alle erforderlichen Maßnahmen und behördlichen Vorgaben zum Schutz unserer Aussteller und Besucher. Wir haben zudem alle relevanten Dokumente übersichtlich dargestellt und bieten allen Ausstellern und Besuchern die bestmögliche Unterstützung an. Unser Service für Aussteller reicht von attraktiven und coronakonformen Standbaupaketen bis hin zur individuellen und freiwilligen Prüfung von eigenen Standbauplanungen, damit diese die aktuellen Vorgaben gut erfüllen und einen reibungslosen Messeverlauf ermöglichen. Alle Aussteller haben außerdem die Möglichkeit, bis zu drei Monate vor Veranstaltungsbeginn ihre Teilnahme kostenlos zu stornieren.

Wie geht es jetzt weiter?
Frias: Aktuell sind wir mit unseren Partnern in intensiven Gesprächen, um auch das fachliche Eventprogramm bei beiden Veranstaltungen frühzeitig aufzusetzen. Bei der FSB an erster Stelle steht natürlich die IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen e.V.) als ideelle Trägerin der FSB und Veranstalterin des internationalen IAKS-Kongresses in diesem Jahr unter dem Motto „Entwicklung von gesunden und nachhaltigen Gemeinschaften“. Bei der „aquanale“ zeichnet der Bundesverband Schwimmbad und Wellness (bsw) als ideeller Träger federführend für das Internationale Schwimmbad- und Wellness-Forum verantwortlich und wird dabei unterstützt durch die IAKS, die EWA (European Waterpark Association) und den BDS (Bundesverband Deutscher Schwimmmeister e.V.).

„interbad 2021“: analog und digital

Die Messe Stuttgart meldet, dass die Planungen für „interbad 2021“ vom 21. bis 24. September „planmäßig angelaufen“ sind. Das Gros der Stammaussteller habe sich bereits angemeldet, die Aufplanung der beiden vorgesehenen Messehallen sei „in vollem Gange“. Seit April würden die Platzierungsvorschläge für das Event der Schwimmbad-, Sauna und Spabranche versendet. Mit einem „qualifizierten Sicherheitskonzept“ will die „interbad“ in diesem Jahr „das erste Branchenevent für Betreiber, Bauherren, Planer, Handwerker, Dienstleister, Thermenmanager und Hoteliers“ sein.

Christian Mankel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB): „Bei der ,interbad‘ ziehen alle Beteiligten an einem Strang. Inhaltlich werden unsere Überlegungen zur ‚Post-Corona-Bäderwelt 2023‘ eine zentrale Rolle spielen, und auch der aktualisierte DGfdB-Pandemieplan ,Bäder in der Version 4.0‘, der hoffentlich zeitnah zum Einsatz kommen kann, wird auf der Messe und beim Kongress Berücksichtigung finden.“

Analog zur aktuellen Coronalage arbeitet man mit dem Konzept „Safe Expo – Sicher für Menschen. Gut für die Wirtschaft“ an einem Modell für die sichere Durchführung der Messe. „Wir gehen davon aus, dass ein Teil unserer internationalen Teilnehmer noch nicht wieder in vollem Umfang reisen kann“, sagt Projektleiterin Dagmar Weise. Für sie alle soll ein interessantes Kongress- und Rahmenprogramm angeboten werden, selbst wenn sie in diesem Jahr nicht in Stuttgart sein können. „Es ist unser Ziel, Wissenstransfer und inspirierende Begegnungen sowohl vor Ort als auch weltweit digital zu ermöglichen.“

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