Leise, aber intensiv

interbad Innovation Days der Messe Stuttgart
interbad Innovation Days der Messe Stuttgart. Foto: Messe Stuttgart

Mit den „interbad Innovation Days“ am 22. und 23. September wagte die Messe Stuttgart die erste große Präsenzveranstaltung für die Pool- und Wellnessbranche seit dem Ausbruch der Coronakrise. Die Veranstalter arbeiten schon jetzt an der „interbad 2022“.

Eine halbe Messehalle mit 46 Ausstellern, eine „Networking Night“ am Abend in der anderen Hälfte der Halle, dazu hygienisch streng kontrollierte Kongresse: Notgedrungen minimalistisch und vorsichtig präsentierten sich die ersten „interbad Innovation Days“ am 22. und 23. September in Stuttgart.

Die es allerdings nur deshalb in genau diesem Format gab, weil die Coronapandemie mit ihren unvorhersehbaren Konsequenzen das funktionierende System zweier jährlich alternierender Fachmessen in Köln und Stuttgart gehörig ins Wanken brachte.

Endlich wieder Face-to-Face-Dialog

Entsprechend demütig und leise war auch die Atmosphäre der Veranstaltung: Keine Musikbeschallung aus jeder Ecke, keine marktschreierischen Acts, keine Terminhatz und auch keine großen Menschenansammlungen lenkten von den ausführlichen und intensiven Dialogen unter den Messebesuchern und Ausstellern ab. Sowohl erfahrene „interbad“-Gänger und alte Branchenhasen als auch euphorische Start-ups aus dem In- und Ausland waren neugierig und angriffslustig genug, ihre Ideen und Produkte endlich als reale Demonstration und im überzeugenden Face-to-Face-Dialog darzustellen.

Den Mund-Nasenschutz als lästiges, aber notwendiges Übel hinnehmend – denn alle anderen Beweggründe waren stärker. Zum Beispiel für Alexander Rohr, den Geschäftsführer des Start-ups Lilian Labs aus Braunschweig: „Wir sind ein junges, innovatives Unternehmen und erst seit Januar 2020 am Markt. Das kompakte Konzept der ,interbad Innovation Days‘ passt sehr gut zu uns, da es pandemiebedingt Planungssicherheit bietet und einen langersehnten Austausch mit der Branche ermöglicht. Fast jeder Besucher ist im Laufe der Messe an unserem Stand vorbeigekommen und wir konnten viele erfolgreiche Gespräche führen.“

Kongressthemen am Puls der Zeit

Von zentraler Bedeutung waren natürlich die traditionellen Kongresse. Gebündelt an beiden Tagen konnten die Fachbesucher aus Kongressvorträgen mit bis zu sechs „Themenslots“ wählen. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) und dem Deutschen Sauna-Bund, präsentierte die Messe Stuttgart ein vielfältiges und zukunftsweisendes Kongressprogramm.

„Insgesamt nahmen etwa 100 BesucherInnen an den Veranstaltungen im Rahmen des Kongresses für das Badewesen teil“, resümiert Christian Mankel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. „Die Themen lagen am Puls der Zeit, sind besonders gut angekommen und zogen fachliche und inhaltliche Diskussionen nach sich“.

Einsparpotenziale und die „Null-Energie-Sauna“

Großen Anklang fand die Veranstaltungsreihe „Saunaimpulse“ des Deutschen Sauna-Bundes, bei der das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund stand und die wertvollen Input für Sauna- und Badebetriebe liefern konnte. So referierte André Thess (Bild links), Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, über die „Null-Energie-Sauna“, die er zusammen mit Studierenden entwickelt und auf einem Dach der Universität schließlich auch gebaut hat.

Foto: Julia Georganoudis

Weitgehend positive Resonanz Markus Gäbele (Bildmitte), Leiter Entwicklung & Konstruktion bei Saunahersteller Klafs, nahm danach die Energieeffizienz in öffentlichen Saunabädern ins Visier: „Dabei spielen Sicherheit, Energie- und Kosteneffizienz bei der Planung eine ebenso große Rolle wie Design, Qualität und Einzigartigkeit.“ Seine frohe Botschaft an die Badbetreiber: „Bei Sauna und Dampfbad bieten sich gleich mehrere Einsparpotenziale an.“

Planung für die „interbad 2022“ in vollem Gange

Der Vortrag von Hans-Helmut Schaper, Geschäftsführer der Planungsgruppe VA GmbH handelte schließlich vom gesetzlichen Rahmen und den Fördermöglichkeiten für den nachhaltigen Betrieb von Saunaanlagen. Und so empfand Martin Niederstein (Bild rechts), der Geschäftsführer des Mitveranstalters Deutscher Sauna-Bund, die „interbad Innovation Days“ als „vollen Erfolg“: „Wir haben viele intensive Gespräche führen können und die Idee des Netzwerkens im exklusiven Kreis ist aufgegangen. Die Veranstaltung ,Saunaimpulse‘ enthielt hervorragende Vorträge und wurde gut besucht.“

Über die weitgehend positive Resonanz freut sich deshalb Andreas Wiesinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Stuttgart: „Mit den ,interbad Innovation Days‘ konnten wir dem Wunsch nach persönlichem Austausch Rechnung tragen.“ Mit der konsequenten Fokussierung auf Neuheiten und deren Live-Erleben,

sei man „den richtigen Weg gegangen“. Für Projektleiterin Dagmar Weise geht es nahtlos weiter: „Nach der Umsetzung dieses Alternativkonzepts planen wir von nun an die ,interbad 2022‘ im Oktober nächsten Jahres.“ Schon jetzt steht fest, dass der 18. Internationale Saunakongress in diesem Rahmen stattfindet.

Foto: Messe Stuttgart

Weitere Impressionen von den „interbad Innovation Days“

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