Private Schwimmbäder haben Zukunft

Gartenpool mit Unterwasserscheinwerfer von A1 Schwimmbadbau
Foto: A1 Schwimmbadbau

Wir haben es alle gefühlt, aber nun ist es amtlich: Der Markt für private Schwimmbäder in Deutschland läuft nicht nur im Moment richtig rund. Er hat auch Zukunft. So könnte man die Ergebnisse der von bsw-Mitgliedern finanzierte Studie zusammenfassen.

Im Frühjahr hatte sich der „Arbeitskreis Marktdaten“ unter Leitung des bsw-Schatzmeisters Jürgen Bergmann getroffen, um die Befragung von Poolbesitzern, Anschaffungsplanern und Experten vorzubereiten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Fachleute, die sich die Zeit genommen haben, die Fragen des von uns beauftragten Forschungsinstituts B + L Marktdaten zu beantworten!

2,1 Millionen privat genutzte Schwimmbäder

Am 19. November haben wir den bsw-lern die Marktanalyse vorgestellt. Und jetzt wissen wir: In Deutschland gibt es ungefähr 2,1 Millionen privat genutzte Pools – inklusive Aufstellbecken mit einem Anschaffungswert ab 3.000 Euro und einer Wassertiefe ab 1,20 Meter.

Was den ein oder anderen vielleicht überrascht haben mag: Höherwertige Swimspas und Whirlpools haben einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. Hängt das mit den kleiner werdenden Grundstücken im Rahmen der weiter wachsenden Urbanisierung zusammen? Zumindest kann man sagen, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen und Trends auch in unserer Branche deutlich spiegeln.

Das Umweltbewusstsein auch für Schwimmbäder steigt

So sieht man beispielsweise, dass auch die Schwimmbadbesitzer umweltbewusster geworden sind. Über 90 Prozent der Becken haben an den Energiesparer Nummer 1, die Poolabdeckung, gedacht. Die Installation eines Poolcovers gehört zu den Top-5-Wünschen bei denjenigen, die ihren Pool aus- und umbauen möchten. Rund 40 Prozent der Poolbesitzer nutzen zur Beheizung energieeffiziente Lösungen wie die Wärmepumpe oder sie setzen mit Solarabsorbern auf alternative Energiequellen.

Viele Schwimmbäder haben eine Schwalldusche. Foto: Vitabad AG
Foto: Vitabad AG

Man denkt aber nicht nur an eine gesunde Natur, sondern auch an die eigene Gesundheit: Mehr als die Hälfte der Poolbesitzer nutzt ihre Wasseroase regelmäßig zum Schwimmen. Und bei denjenigen, die sich einen Pool in nächster Zeit anschaffen möchten, liegt der Anteil der Sportambitionierten bei über 62 Prozent. Da wird der ein oder andere doch demnächst direkt eine Gegenstromanlage mit anbieten. Und am besten auch einen Bodensauger, denn fast 43 Prozent der Poolbesitzer reinigen ihr Becken noch per Hand.

Schwimmbäder: Informationen übers Internet

Wir hören viel über den demographischen Wandel, die „Silver-Surfer“ oder die „jungen Alten“. Oft vernachlässigen wir jedoch genau diese Zielgruppe bei der Werbung. Tatsächlich ist in der Altersgruppe 56 bis 65 Jahre der Anteil jener, der ernsthaft vorhat, in nächster Zeit in einen Pool zu investieren, mit fast 27 Prozent höher als in jeder anderen Generation.

Wie informieren sich heute potenzielle Kunden eigentlich über den Poolbau? Wenig überraschend ist die Top-Antwort: übers Internet. An zweiter Stelle steht indes die persönliche Empfehlung von Freunden und Nachbarn, dicht gefolgt von der Beratung durch Fachfirmen. Ein „Tag der offenen Tür“ ist für rund ein Viertel der interessierten Kunden die bevorzugte Informationsquelle.

16 Millionen Eigenheime haben noch keine Wasseroase

Zwei Tatsachen zum Schluss: Auch wenn sich die Zahl der Schwimmbecken mit 2,1 Millionen hoch anhört, so gibt es nach wie vor bei rund 16 Millionen Eigenheimen in Deutschland immer noch knapp 14 Millionen Immobilien, die man mit einer Wasseroase aufwerten könnte. Zudem hat man eine Menge Pools im Bestand „alleine gelassen“. Denn nur für rund 22 Prozent der bestehenden Schwimmbäder wurde ein Service- oder Wartungsvertrag abgeschlossen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen auch weiterhin gute Geschäfte!

Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.
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