„Gerne mit Aufguss“

Martin Niederstein Deutscher Sauna-Bund
Martin Niederstein ist neuer Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes. Foto: privat

Seit Anfang dieses Jahres ist Martin Niederstein neuer Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes. Im Exklusivinterview stellt „der Neue“ sich und seine Ideen für die Zukunft vor.

S+S: Herr Niederstein, als langjähriger Funktionär des Deutschen Sauna-Bundes sind Sie bestimmt leidenschaftlicher Saunagänger. Welche Badeformen bevorzugen Sie und in welcher Umgebung saunieren Sie am liebsten?
Martin Niederstein: Das Saunabaden ist seit über 30 Jahren fester und regelmäßiger Bestandteil meiner Freizeit. Eine bestimmte, festgelegte Umgebung gab es nie. Ob regelmäße Saunagänge zum Abschluss nach Squashoder Badmintonmatches in Sportcentern, Besuche abgelegener Strandsaunas auf den Ostfriesischen Inseln oder die Nutzung der Heimsauna in Ferienhäusern während der zahlreichen Urlaube – ich nutze möglichst jede Gelegenheit zum Saunabaden, sobald sich etwas Zeit ergibt. Einen ganzen Tag in einer der vielen und sehr attraktiven öffentlichen Saunaanlagen hier in Ostwestfalen zu verbringen ist für mich purer Luxus und Urlaub. Besonders mag ich das Klima in klassischen Saunaräumen, trocken und heiß, gern dazu einen Aufguss.

S+S: Was gefällt Ihnen an der Saunakultur?
Martin Niederstein: Saunabaden vereint und beseitigt Barrieren, und das in gleich mehrfacher Hinsicht. Männer und Frauen, Junge und Alte, besser und schlechter Situierte. In der hiesigen Saunakultur wird dazu textilfrei sauniert und somit sind Standesunterschiede und gesellschaftliche Herkunft der Gäste kaum wahrnehmbar. Alle nehmen in der Sauna an einem mehr oder weniger vereinbarten Baderitual teil, das Badeablauf, Verhaltensweisen und Umgangsformen bestimmt. Die Gesundheit und Entspannung stehen für mich im Vordergrund, die Zeit verliert an Bedeutung und füllt sich durch Kommunikation oder man bleibt bei sich selbst. Dazu steigert der Einfluss von Wärme und Kälte das körperliche Wohlbefinden in einer gemeinschaftlichen Umgebung. Ich kann mir keinen anderen Ort vorstellen, der zu so viel Ausgeglichenheit führt.

Zur Person: Martin Niederstein, 54 Jahre alt
Gebürtig und aufgewachsen im Rheinland, in der Nähe von Bonn (Geburtsort: Siegburg), aktuell wohnhaft in Lippe bei Bielefeld,
Staatl. Geprüfter Informatiker, Wirtschaft
Zuletzt 17 Jahre IT-Manager in einer Unternehmensberatung, davor (1997-2000) bereits 4 Jahre lang Mitarbeiter im Deutschen Sauna-Bund e.V. in unterschiedlichen Aufgabenbereichen tätig,
Seit Feb. 2018: Deutscher Sauna- Bund e.V., Betriebsberatungsstelle
Seit Okt. 2019: Stv. Geschäftsführer Deutscher Sauna-Bund e.V. Hobbys: Saunabaden, Fahrradfahren

S+S: Waren Sie schon mal im Mutterland der Sauna (Finnland) saunieren? Und wenn ja, was hat Sie am meisten beeindruckt?
Martin Niederstein: Ich war schon häufig in Skandinavien. Familienurlaube in Dänemark, Trekking und Paddeln in Norwegen und in Schwedens ausgedehnten Fjäll- und Seenlandschaften. Bedauerlicherweise habe ich noch nie Finnland bereist, das seinen ganz eigenen Charme ausweisen soll. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ich das in naher Zukunft nachholen werde.

Das komplette Interview mit Martin Niederstein können Sie in der nächsten Ausgabe 5-6/2021 von SCHWIMMBAD+SAUNA lesen. Das Heft erscheint am 24. April und ist dann hier erhältlich.

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